Im Laufe der Zeit hat sich bei mir eine kleine Kiste mit wild durcheinander geworfenen LEDs angesammelt. Da die meisten modernen LEDs (Low-Current mal ausgeschlossen) ein klares Gehäuse haben, kann man also ohne weitere Hilfsmittel nicht so einfach sagen, welche Farbe man da gerade in der Hand hat. Als Abhilfe für das Chaos gibt es hier eine kurze Anleitung für einen LED-Tester. Gefüttert wird der mit einem 9V-Block und spuckt dann freundlicherweise einen Strom von 20mA aus. Damit kann man gefahrlos alle gängigen LEDs testen, und auch bei High Power-Typen glimmt die Diode dann in ihrer richtigen Farbe, so dass man auch die richtig zuordnen kann.

Kleiner Tipp: Ein Durchgangsprüfer (auch die in einem Multimeter) erzeugen für ihren Betrieb eine Prüfspannung im Bereich 1,5-4,5V, der Strom dahinter ist sehr begrenzt. Damit lassen sich LEDs im Normalfall auch gut zum Glimmen bringen, falls man also mal nichts anderes zur Hand hat ist das eine praktische Alternative. Wenn man sich allerdings gerne öfter mal mit LEDs beschäftigt, ist ein extra Tester schon ein lohnender Luxus.  🙂

Die Schaltung dazu stammt nicht von mir, sondern von einer tollen Website. Dort ist die Herleitung für die Widerstandswerte und allgemein die Funktion sehr schön erklärt. Als kleine Fingerübung habe ich den Schaltplan jedoch hier nochmal selber zusammen geschustert, erweitert um einen optionalen Schalter und eine Low-Current Betriebs-LED (D2) mit Vorwiderstand (R3):

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Zum Spaß habe ich die Schaltung dann auch gleich noch simuliert mit LTSpice. Es passiert wie zu erwarten nicht viel Aufregendes – der Ausgangsstrom bleibt auch bei 12 V am Eingang noch unter den angepeilten 20 mA.

img_9392

Für das Gehäuse gibt es so gut wie keine Vorschriften, praktisch ist jedoch eines mit Batteriefach. Ich habe zufällig noch dieses Gehäuse hier daheim liegen gehabt, da passt alles locker rein.  Auch eine Alternative.

img_9396

Achja – die schwarze 4mm-Buchse ist übrigens mit Edding angemalt, ich hatte nämlich nur zwei rote zur Hand. Damit hat das Projekt dann auch das Prädikat ‚Dirty‘ verdient.  🙂

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