Ganz oben auf meiner Prioritätsliste steht schon lange eines: ein elektrisch angetriebenes Gefährt! Nur welche Form war bis vor kurzem noch nicht klar…

Das klassische eBike reizt mich nicht vollends, da die Strecke die ich täglich zur Arbeit zurücklege nur knapp über 500 m liegt – das schaffe ich auch so noch ganz gut. Der Umbau eines konventionellen Autos hingegen ist ein kleiner Traum von mir. Allerdings lasse ich den noch etwas ruhen, denn mir schwebt da schon ein gewisser Oldtimer dafür vor – für den fehlt mir momentan allerdings das nötige Kleingeld.  🙂

Also mal mit ein paar Kumpels zusammen gesessen und die zündende Idee gefunden – ein elektrisches Drift Trike. Dieses spaßige Gefährt sieht aus wie ein überdimensioniertes Kinder-Dreirad, allerdings mit viel tieferem Schwerpunkt. Besonders sind auch die Hinterräder: über normale Kart-Reifen werden Überzüge aus PVC gezogen – für minimale Bodenhaftung. Zusammen mit dem tiefen Schwerpunkt lässt sich damit wunderbar der Kunst des Driftens frönen. Grundsätzlich lassen sich diese Mobile auch fertig so kaufen, da geht dann aber der halbe Spaß daran verloren. Somit beginnt die Suche nach passenden Bauteilen…

Am meisten Spaß macht die Suche nach dem passenden Motor – zuerst muss die grundsätzliche Frage geklärt werden, ob ein Radnabenmotor vorne, oder ein gewöhnlicher Motor hinten verbaut werden soll… Vorteil vorne: das Gefährt lässt sich besser aus Kurven ziehen, die Beherrschbarkeit ist besser. Vorteil hinten: Bei entsprechend viel Drehmoment gibt es auch deutlich mehr Wheelspin, das Driftgefühl kommt besser rüber. Entscheidung getroffen: Ein Hinterradmotor, natürlich soll er auch bürstenlos sein!

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Die üblichen Schauplätze durchforstet und bei einem vielversprechenden Exemplar angekommen: Ein 1,6kW-Bursche, überraschend kompakt, an die 10kg schwer. Datenblätter lassen sich leider keine blicken, lediglich eine Leerlaufdrehzahl ist mit 4800U/min angegeben. Schön ist aber das gescheite Ritzel, T8F mit 11 Zähnen, das ist auch im kleineren Moped-Bereich üblich, daher ist es einfach ein passendes Kettenblatt dazu zu finden. Ein bisschen Rechnerei ergeben für eine angepeilte Endgeschwindigkeit von 25 km/h eine Zähnezahl von ca. 60 am vorderen Ritzel, dabei wurde angenommen dass die Drehzahl bei Belastung ungefähr auf 0,7 * Leerlaufdrehzahl abfällt.

Den passenden Motor-Controller gibt es beim gleichen Händler zu erwerben und ist nur unwesentlich teurer als die MOSFETs die man brauchen würde um einen eigenen Regler aufzubauen. Kurzerhand wurde dann auch noch der passende Gasgriff dazu bestellt, damit das alles gut zusammen funktioniert.

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Thema Energie: Der Motor wird mit 48 V versorgt, das ergibt bei 1600 W einen Strom von gut 33 A, sagen wir mit Sicherheitsfaktor 50 A. Bleibatterien sind zu schwer, LiIon-Akks zu teuer. Daher fällt die Wahl für die Stromversorgung auf LiPo-Akkus, da habe ich nämlich genug davon für meinen Quadrocopter, und über Spitzenströme bis 50 A können die nur müde lachen (angegebener zulässiger Dauerstrom liegt bei 99 A). Die Packs von meinem Copter haben immer drei Zellen in Reihe, also eine Nennspannung von ca. 12 V. Ergo werden für den Einsatz im Trike einfach vier Packs in Reihe geklemmt; ergeben die gewünschten 48 V. Bei 2200 mAh Kapazität gibt das in Summe eine Energie von 105 Wh. Die dürfen natürlich nicht vollständig genutzt werden, sonst sind die Akkus schnell platt. Mehr als ein paar Minuten Fahrspaß am Stück sind vermutlich nicht zu erwarten, damit müssen wir dann zunächst einfach leben.

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Weitere Bauteile die in nächster Zeit noch zu beschaffen sind: Ein BMX-Rad zum Zersägen für Vorne, Kartfelgen+Reifen für Hinten und eine Sitzschale für Unten.

Das war’s soweit zur Theorie, das nächste Update folgt dann hoffentlich schon mit Fahrbericht.

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