Diese Situation mag dem ein oder anderem Bastler sicher bekannt vorkommen: es muss in letzter Sekunde eine Schaltung/Gerät aufgebaut werden – und trotzdem muss das Ding unbedingt ordnungsgemäß funktionieren, für ausgiebige Tests bleibt nämlich keine Zeit mehr…  🙂

So auch wieder passiert auf dem diesjährigen ‚Anti Fruschd‘, einem kleinen Festival im Nachbardorf. Veranstaltet durch das Jugendzentrum Pfiff, zu deren Mitgliedern ich mich auch zähle. Für Interessierte gibt es hier ein kleiner Zusammenschnitt mit Eindrücken vom Festival. Die Aufnahmen wurden mit meiner EOS 600D (+ 50mm f1.8) und der SJ 4000 (auf dem Copter) gemacht.

Tja, wo drückte also der Schuh: Das Aufbauen von Bühne & Co. macht eindeutig mehr Spaß mit Musik. Dafür haben wir eigentlich auch mal einen Bollerwagen-Aufbau gebaut, mit 2x Visaton BG20 in ca. 140l Volumen (Bassreflex-Bauweise). Angetrieben werden die bisher von einem Tripath TA2024. Ein absolut bemerkenswerter Verstärker – eine digitale Endstufe ohne jeglichen Kühlkörper; auch bei Volllast wird der Chip lediglich handwarm, der Wirkungsgrad ist kaum zu toppen. Leider kann auch dieses Wunderwerk der Digitaltechnik nicht zaubern – versorgt wird der Verstärker von einem LiPo-Akku mit 12V Spannung; bei 8 Ohm kann der Verstärker daher nicht viel mehr als 10W an Leistung umsetzen.

Irgendwie muss also die Spannung erhöht werden, anders kann nicht mehr Leistung an den Lautsprecher abgegeben werden. Jedoch soll trotzdem weiterhin ein Akku reichen zur Versorgung – eine Reihenschaltung hätte praktische Nachteile. Ein bisschen Recherche haben dann zu einem Hochsetzsteller- bzw. Step-Up-Modul von Aliexpress geführt. Der verbaute Regler kann einen Wirkungsgrad von über 90% erreichen, das klingt doch gut. Beim Verstärker habe ich mich für den TPA3116 entschieden, der kommt nämlich mit den angepeilten 24V noch gut klar. Bei wenig Verzerrung kann der Chip dann immerhin 50W pro Lautsprecher ausspucken. Als kleines Schmankerl habe ich noch ein Vorverstärker-Modul auf Basis des LM1036 dazubestellt. Damit lassen sich dann auch Volume, Treble, Bass und Balance komfortabel einstellen.

Die angesprochenen Bauteile habe ich eigentlich schon vor Monaten bestellt und dann aber schlicht keine Zeit gefunden sie ihrer Verwendung zuzuführen. So lief es dann auf den Vorabend vom Festival raus. Zunächst wurde ein Funktionstest der Hardware durchgeführt. Mein größtes Bedenken war dabei das Zusammenspiel zwischen Verstärker und Hochsetzsteller; glücklicherweise gab es kein Rauschen oder Brummen, die Schaltfrequenz liegt wohl deutlich oberhalb des relevanten Frequenzbereiches vom Audioverstärker. Prima, dann kann ja alles ordentlich verkabelt werden.

Nach einer Weile Abisolieren und Crimpen war auch die Verkabelung abgeschlossen, allerdings kann dieses fragile Konstrukt so in der freien Wildbahn nicht lange überleben – es muss ein Gehäuse her. In der Größe habe ich jedoch leider keine Kunststoffgehäuse, und für ein Holzgehäuse ist die Zeit zu knapp. Ein bisschen weiter grübeln hat mich dann zum Schuhkarton gebracht; davon stehen genug rum, und die Bearbeitung ist auch entspannt. Von der Form her hätte ein Birkenstock-Karton gut gepasst, aber naja… optisch hat der Adidas-Karton irgendwie doch mehr zugesagt. Da würden die Slawen wohl auch zustimmen

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